Die letzte Wiese

So sieht es in vielen Gemeinden gerade aus. Die 
letzte Wiese vor Ende der Gemarkung soll 
bebaut werden. Dabei machen die Zahlen 
des Statistischen Landesamtes  deutlich 
dass sich die Bevölkerungsstruktur in 
den kommenden Jahrzehnten stark 
verändern wird. Also hören wir 
jetzt auf zu bauen oder erst 
in 10 Jahren? Der 
Klimawandel 
gebietet 
uns 

jetzt 

Einhalt! 

Was weg ist ist weg!

Wir können uns ungebremsten Flächenfraß nicht mehr leisten! Was sagen wir den jungen Menschen die in Zukunft mit unseren Verfehlungen wie Artensterben, Luftverschmutzung, Erderwärmung leben müssen. Unsere Außenflächen sind Systemrelevant! Unendliches Wachstum ist nicht möglich. Wir fordern die Gemeinderäte auf, den Wohnungsbedarf klar zu analysieren und flächenschonend zu reagieren. 
Geht verantwortungsvoll mit unserer heimatlichen Umgebung und den Bewohnern dieses Ortes um!

Schützenswertes Kleinod

Es handelt sich um ein wunderschönes Stück Natur mit schützenswerten Tieren (Vögel, Fledermäuse, Insekten etc. und wertvollem alten
Baumbestand (ca. 120 Bäume). Die Stellungnahmen der anerkannten Naturschutzverbände (BUND und NABU) beschreiben das
Gebiet als artenreiche Mähwiese und wertvollen biologischen Lebensraum der durch die geplante Bebauung vernichtet würde.
Zitat aus dem Flächennutzungsplan:
historische Kulturlandschaft (Streuobstgürtel). Im Süden hohe Landschaftsbildqualität. Streuobst, 
Beeinträchtigung artenschutzrechtl. relevanter Arten zu erwarten. 

Neben den bereits durch die FFH-Richtlinie geschützten FFH-Mähwiesen wurden im Jahr 2020 durch das „Biodiversitätsstärkungsgesetz BW“ auch Streuobstwiesen und im Februar 2021 durch das vom Deutschen Bundestag verabschiedete „Insektenschutzgesetz“ zusätzlich artenreiches Grünland unter Schutz gestellt.  Somit fallen diese innerhalb der Planungsfläche unter das Zerstörungsverbot des Bundesnaturschutzgesetzes. Für Streuobstbestände ab einer Größe von 1500 m² gilt ein Erhaltungsgebot. 

Hier sieht man die Wiesen mit dem Streuobstbestand. Es fällt auf dass viele Bäume noch nicht vom LUBW kartiert wurden. Wir rechnen ca. 7000 qm für die "Kleine Steinke" und 4400 qm für Hinter Höfen aus, insgesamt ca, 120 Bäume. 
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Auszug aus der Stellungnahme der Naturschutzverbände im Landersnaturschutzverband:
Arbeitskreis Reutlingen (BUND, NABU, Naturfreunde, SAV, BNAN, RANA und Ökologischer Jadgverband e.V.) zum Vorentwurf des Flächennutzungsplans des Nachbarschaftsverbandes Reutlingen-Tübingen :


"Das Gebiet weist eine hohe Vielfalt an Kleinbiotopen und einen teilweise alten Obstbaumbestand auf. Es kommen artenreiche Wiesen vor. Vorkommen geschützter Tierarten (u.a. 6 Fledermausarten, Monitoring 2014/2015 und Halsbandschnäpper). Daher erfordert eine Aufnahme in die weitere Planung die Durchführung einer artenschutzrechtlichen Prüfung. Aufgrund seiner Lage am Friedhof mit großem Baumbestand ist das Gebiet auch für die dort lebenden Vogelarten von Bedeutung.
Das Gebiet ist von Bedeutung für den Luftaustausch angrenzender Dorfgebiete und hat hohe Bedeutung für die Naherholung.
Hinter Höfen gehört innerhalb der Auswahlflächen des Flächennutzungsplanentwurfes zu den hochwertigsten Flächen und sollte frühzeitig aus der weiteren Planung genommen werden. Eine Erschließung des Gebietes lehnen wir ab. "

Wir selbst ermitteln Obstbäume aller Arten, alte Sorten Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen, Reneclauden.
Kröten, Molche, Salamander, Eidechsen, Weinbergschnecken, Fledermäuse, Halsbandschnäpper, Alpenbockkäfer schwarze Holzbiene, Maikäfer, Eichhönchen, Dachs, Fuchs, Siebenschläfer, Igel, Blindschleichen, Libellen...
Haus-, Feldsperlinge, Blau-, Kohl-, Hauben-,Schwanzmeisen, Blaufinken, Rotschwänzchen, Rotkehlchen, Amseln, Kleiber, Kleinspechte, Bunt- und Grünspecht, Zaunkönig, Elstern Ringeltauben, Eichelhäher, Krähen, Turmfalken, Rotmilan, Gartenrotschwanz, Kuckuck...
Hauhechel-Bläuling,  Großes Ochsenauge, Großes Zweiblatt, Weißes Waldvöglein, Augentrost... 


Wir sollten in weiteren Zeiträumen denken und zugebaute Fläche bleibt für viele Jahrzehnte, vielleicht für immer verloren. Inzwischen wurde vom Bundesumweltamt bestätigt dass seit den 1980er-Jahren das Insektensterben und der Verlust von blütenreichen Wiesen (75 bis 80 Prozent) unumkehrbare Ausmaße angenommen haben. Wir können aber auch etwas tun:
hier Arten melden

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